Kunst, Religion und Wissenschaft vom 4. Jahrhundert bis zur Gegenwart
Eine Ausstellung der Deichtorhallen und
der Siemens Stiftung
Veranstalter
23. September 2011 - 5. Februar 2012
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James Turrell: Afrum pale blue, 1969, courtesy the artist, Foto: Florian Holzherr
Das Wunder des Neuen
Wenn eine neue Idee das Licht der Welt erblickt, ist das wie ein Wunder. Niemand kann genau sagen, woher sie kam und warum sie gerade in diesem Augenblick sich einstellt. Hierin sind sich Kunst und Wissenschaft ähnlich. Beide ringen in Auseinandersetzung mit ihrem Material darum, neue Inhalte zu entwickeln, unbekannte Gedanken und Gefühle zu erkunden und ihnen Ausdruck zu verleihen. Beide dringen tief in die Welt ein, erschließen neue Forschungsfelder und ermöglichen neue Anwendungen. Wenn sich damit die Grenzen des Bekannten immer wieder verschieben, gibt es dann noch einen sicheren Ort, von dem aus sich die Wahrheit oder Unwahrheit eines Wunders ohne jeden Zweifel beweisen lässt?

Der Ausstellungsbereich präsentiert wissenschaftliche und technische Innovationen an der Grenze zwischen Geist und Materie, Zufall und Absicht. Er versammelt Kunstwerke, die sich mit der Rolle des Materials bei der Entstehung des Neuen beschäftigen und fragt nach Grundkategorien unserer Vorstellung von Realität.
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Erwin Wurm: Mind Bubble – Lovebubble, 2008, Studio Erwin Wurm, Wien, Österreich,
Foto: Studio Wurm
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